zur Startseite
Seite durchblättern:
Seite 3 / 8

Archivale des Monats Februar 2019

Theaterzettel

Zettel mit Theaterprogramm1811 erhielt die Stadt Halle nach dem Aufheben des preußischen Theaterverbots ihr erstes bürgerlich-öffentliches Theater, das mit Goethes „Egmont“ am 6. August eröffnet wurde. Den Eröffnungsprolog „Prolog für Halle“ schrieb der Dichterfürst Goethe höchstpersönlich. Das Theater entstand auf Initiative des Mediziners Reil, der gleichzeitig als Bauherr fungierte, durch den Umbau der alten Barfüßer- oder Schulkirche auf dem heutigen Universitätsplatz. 1827 musste das Schulkirchentheater dem Neubau der Universität weichen.

Ein neues Theater öffnete seine Pforten am 2. April 1837 unter dem Namen „Schauspielhaus an der alten Promenade“, im Volksmund aber nur „Kunstscheune“ genannt, mit Schillers „Braut von Messina“. Hier spielte man solche Opern und Schauspiele wie Beethovens „Fidelio“, Goethes „Faust“ und Wagners „Lohengrin“. Durch die immer schnellere Entwicklung Halles zu einer Großstadt wurde die Kunstscheune zu klein. Nach dem Abbruch derselben entstand auf gleicher Stelle das durch den Berliner Architekten Heinrich Seeling konzipierte imposante, repräsentative Theater, die heutige Oper. Sie wurde am 9. Oktober 1886 mit Schillers „Wallenstein-Trilogie“ eröffnet, und nur 4 Tage später, am 13. Oktober, kam das erste Musiktheaterstück mit Beethovens „Fidelio“ auf die neue Bühne.


Bildunterschrift:
Zu einem der ältesten Theaterzettel, die im Stadtarchiv Halle verwahrt werden, zählt der vom 22. August 1815. Zu dieser Zeit besaß das hallische Theater noch kein eigenes Theaterensemble und musste demzufolge auf auswärtige Theatergruppen zurückgreifen. Schillers Trauerspiel „Die Braut von Messina“ wurde von den Herzogl. Weimarischen Hofschauspielern aufgeführt


 

Anzeige HWG

Anzeige Dorint Hotel - Charlottenhof Halle (Saale)