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Archivale des Monats Mai 2019

Autograph von Robert Franz

SchriftstückSchriftstückSchriftstückIm März 2019 konnte das Stadtarchiv Halle bei einer Auktion eines Berliner Auktionshauses einen eigenhändigen, mit Bleistift geschriebenen Brief des Musikers und Komponisten Robert Franz an einen Professor ersteigern. In diesem vierseitigen Brief vom 1. Januar 1890 bedankt er sich für die Glückwünsche zum Neuen Jahr und berichtet ihm, „Da ich zur Genüge weiß, daß Sie sich für meinen Singsang interessieren, […]“, über den Inhalt eines ihm gewidmeten Artikels „aus dem in New York erscheinenden belletristischen Journale“.
„[…] obschon es einige Ueberwindung kostet, in denselben Topf mit Marktschreiern geworfen zu werden. Daß meine Musik mit der jetzt herrschenden Richtung nichts zu schaffen hat, brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen, denn von jeher bin ich von Kräften bemüht gewesen, Realistisches mit Idealistischem im Kunstwerke einheitlich zu verschmelzen. Das deutet auch der Amerikaner mit den Worten an, daß ich den Romantiker in mir überwunden habe u. über denselben zu Klassiker emporgewachsen sei. Ein schöneres Lob ist mir noch niemals gespendet worden! […]“

Robert Franz, geboren am 28. Juni 1815 in Halle (im Hause Brunos Warte 13) als Robert Franz Julius Knauth, entstammt einer alten Hallorenfamilie und besuchte die Latina in den Franckeschen Stiftungen, studierte von 1835 bis 1837 in Dessau Komposition und kehrte danach zurück nach Halle. 1841 wurde Robert Franz Organist an der Ulrichskirche, 1842 Dirigent der Singakademie Halle und 1859 Universitätsmusikdirektor der Universität Halle-Wittenberg.


Bildunterschrift:
Autograph von Robert Franz vom 1. Januar 1890.




 

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