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Bürohaus Sernau 

Bürohaus SernauFoto: Josef Münzberg, Stadtarchiv HalleForsterstraße 29
Erbaut: 1921/22
Architekten: Martin Knauthe und Alfred Gellhorn 

Der Spielwaren- und Scherzartikelexporteur Paul Edgar Sernau ließ sich von den Architekten Martin Knauthe und Alfred Gellhorn ein Bürohaus errichten, das heute in der plastisch-expressiven Verwendung sachlich-moderner Bauformen ein hervorragendes Beispiel für die großstädtisch avantgardistische Profanarchitektur in Halle (Saale) darstellt.

Den eigenwilligen, drei- bis viergeschossigen Putzbau mit flach geneigtem Pultdach prägen horizontal umlaufende, an den Gebäudeecken abgerundete Fensterbänder. Diese kommen insbesondere durch abgeschrägte Sohlbänke, Stürze und Pfosten zur Geltung. Bei der Wahl des Materials für die Innengestaltung wurde ebenso große Sorgfalt auf eine besondere Wirkung wie bei der Außengestaltung des Bürohauses gelegt. Für das Treppenhaus wurden roter Terrazzo und Tombakrohr verwendet. Die Wandflächen der Verbindungstreppe zwischen dem ersten und zweiten Geschoss zeigen Malereien von Karl Völker.

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