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Stadtteilentwicklung

Halles größter Stadtteil steht vor großen Herausforderungen. Der starke Bevölkerungsrückgang seit 1990 und der demografische Wandel verlangen nach einer nachhaltigen Entwicklung der Neustadt. In den Bürgerkonferenzen zum ISEK Halle 2025, der Zukunftswerkstatt Neustadt und mit den Förderkulissen "Soziale Stadt" und "Stadtumbau Ost" wurden erste Schritte zur Zukunftsfähigkeit der Neustadt unternommen. Die Gestaltung des Stadtzentrums in der Neustadt mit seinen fünf stadtbildprägenden Hochhausscheiben ist für alle Akteure im Prozess der Stadtgestaltung die aktuelle Herausforderung.

Neustadt ScheibenHajo Dietz LuftbildfotografieNach der Grundsteinlegung 1964 wuchs die Wohnbevölkerung 25 Jahre stetig an. Bis 1989 lebten ca. 90.000 Menschen in Halle-Neustadt. Nach der politischen Wende hat Neustadt fast die Hälfte seiner Einwohner verloren. In den letzten fünf Jahren stabilisierte sich zwar die Einwohnerzahl auf derzeit ca. 44.500 Einwohner (Stand: 30.09.2015), verteilt sich jedoch in den Stadtvierteln unterschiedlich. Zudem spiegeln sich in der Neustadt am deutlichsten die demographischen Veränderungen der Stadt Halle (Saale) wider. Auf Grund dieser Gegebenheiten musste die Stadtstruktur in vielfältiger Weise angepasst werden. 

Gefördert durch Bundes- und Landesmittel, die EU-Strukturfonds EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und ESF (Europäischer Sozialfonds), wurden bereits erhebliche Erneuerungsmaßnahmen umgesetzt. Darüber hinaus wurde der Stadtteil 2001 in die Landesinitiative des Landes Sachsen-Anhalt „URBAN 21“ aufgenommen. Gegenwärtig ist Neustadt Fördergebiet der Stadtbauförderprogramme „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau Ost“. Seit der deutschen Wiedervereinigung wurden mit insgesamt rund 37 Millionen Euro Fördermitteln unter anderem der öffentliche Raum neu gestaltet und leere Gebäude rückgebaut. 

Heute ist Neustadt mit günstigen Mieten, zentrumsnahem Wohnen und den Synergien zum „weinberg campus“ ein interessanter Arbeits-, Lebens- und Wohnstandort u. a. für Studenten. Er bietet darüber hinaus für seine Bewohner attraktive Erholungsmöglichkeiten. 

Der Fachbereich Planen hat für Neustadt ein animiertes 3D-Stadtmodell entwickelt. Es veranschaulicht die städtebauliche Entwicklung des Stadtteils von 1964 bis 2015 mit 25 Jahren Aufbau und 25 Jahren Umbau.

Städtebauförderungsprogamm „Soziale Stadt Halle-Neustadt“ 

Vor dem Hintergrund des Einwohnerverlustes in den 1990-er Jahren mussten städtebauliche Veränderungen vorgenommen werden. Diese Erneuerungsmaßnahmen konnten nur mit Fördermitteln von Bund, Land, aus den EU-Strukturfonds EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und ESF (Europäischer Sozialfonds) umgesetzt werden.

1998 - Beantragung von über 40 baulichen und nicht baulichen Maßnahmen für den Bereich des erweiterten Stadtteilzentrums im Programm „Urban 21“.

2001 - Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Länder.

2008 - Stadtratsbeschluss vom 27. August: die gesamte Neustadt wird zum Fördergebiet für das Programm „Soziale Stadt“.

2010 - Stadtratsbeschluss im Februar: Fortschreibung des Handlungskonzeptes mit Maßnahmen beschlossen, die bis 2013 umgesetzt werden sollen. (Sanierung bzw. Neugestaltung von Spielplätzen, die Errichtung und Sanierung sportlicher Anlagen, die Stärkung der Quartiersarbeit durch die Weiterentwicklung des Stadtteilzentrums „Pusteblume“ und die Fortführung der Arbeit des Quartiermanagements).

2014 - Bund-Länderprogramms „Soziale Stadt“: Städtebauförderung zur Fortschreibung des bestehenden Handlungskonzeptes und die Umsetzung weiterer Maßnahmen.

2015 - Stadtratsbeschluss im April: weitere städtebauliche Entwicklung der Neustadt
2015 - Stadtratsbeschluss im November: Grundsatzbeschluss zum Erhalt des Scheibenensembles im Zentrum

Förderprogramm „Stadtumbau Ost“

Im Netzwerk Stadtentwicklung wurde kurz nach der Jahrtausendwende unter dem Motto „Halle verändert“ ein Konzept für einen nachhaltigen Stadtumbau auch in der Neustadt entwickelt. Ziel war und ist es, im Einklang von wohnungswirtschaftlichen Interessen und wirtschaftlich zu betreibenden Versorgungsnetzen bedarfsgerechtes Wohnen und eine hohe Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten.

Es wurden zukunftsfähige Quartiere in Halle-Neustadt identifiziert. Das gab den Wohnungsunternehmen die Möglichkeit, mit finanziellen Mitteln aus dem Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ viele der leerstehenden Plattenbauten zurückzubauen, den verbleibenden Wohnungsbestand zu sanieren und zu modernisieren sowie durch Aufwertungsmaßnahmen das Wohnumfeld zu verbessern. Zwischen 2002 und 2011 wurden allein in der Neustadt fast 5.000 Wohnungen vom Markt genommen. Entsprechend dem städtebaulichen Leitbild erfolgte der „Rückbau von außen nach innen“.

Mit dem Bau der neuen elf Kilometer langen Straßenbahnverbindung Neustadt (Baubeginn 17.04.1998) - Riebeckplatz/ Hauptbahnhof (Streckenfreigabe 29./30.10.2006) - Büschdorf (Fertigstellung 14.Juli 2012) wurde die Neustadt über den ÖPNV direkt mit der Altstadt, dem Hauptbahnhof und dem Stadtteil Halle-Ost verbunden. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden weitere Straßenverkehrsanlagen, eine Vielzahl von Ingenieurbauwerken und umfangreiche Leitungsverlegungen realisiert.

Durch die Förderkulissen „Urban 21“, „Stadtumbau Ost“ und „Soziale Stadt Halle-Neustadt“ sowie ein großes Netzwerk von engagierten Akteuren, Vereinen und Multiplikatoren ist die Neustadt ein attraktiver Wohnort geblieben. In vielen Bereichen der Neustadt hat der Wohnwert ein hohes Niveau und ein intaktes Wohnumfeld trägt ebenso zur Stabilisierung der Quartiere bei.

 

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